Praktisch Keine BEV-Ladeinfrastruktur In Den USA
Praktisch Keine BEV-Ladeinfrastruktur In Den USA

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Video: Kongresswahlen in den USA | extra 3 | NDR 2022, Dezember
Anonim

Vor kurzem habe ich einen Artikel über die Absicht der Niederlande geschrieben, in den nächsten 9 Jahren 1,5 MILLIONEN Ladepunkte zu installieren. Das sind noch in diesem Jahrzehnt eine halbe Million private Ladepunkte und eine Million öffentliche Ladepunkte.

Bitte, liebe Leute, rechnen Sie nach. Die USA haben die 20-fache Bevölkerung der Niederlande und fast das Doppelte der Autos pro Kopf. BEV-Befürworter in den USA sind jedoch mit den winzigen 500.000 Ladegeräten zufrieden, die die Biden-Regierung für eine gute Idee hält.

Die USA haben ihre Weltmarktführerschaft beim elektrischen Fahren verloren. Erst nach China, dann in die EU und mittlerweile kauft sogar das dieselverliebte Deutschland mehr BEVs als die USA. Ich weiß, dass es inakzeptabel ist, dass die USA beim Übergang in die neue Welt der Elektromobilität Nachzügler sind. In wenigen Jahren werden die USA wieder Vorreiter sein. Norwegen ist jedoch so weit außer Reichweite, dass wir nicht einmal über die Führung sprechen werden.

Die sehr konservative Erwartung ist, dass bis 2030 2 Millionen BEVs auf niederländischen Straßen unterwegs sein werden. Das macht 40 Millionen auf den Straßen der USA nicht unwahrscheinlich. Mehr Menschen können in ihren eigenen Einfahrten laden als in den meisten anderen Ländern, aber diese 40 Millionen werden auch häufiger und längere Strecken fahren als der durchschnittliche niederländische Autofahrer.

Wenn wir die niederländischen Zahlen mit 20 multiplizieren, kommen wir auf 30 Millionen Ladegeräte, die vor 2030 installiert werden müssen. Für den Unterschied in der Wohnung würde ich 20 Millionen private Ladegeräte in Einfahrten und 10 Millionen öffentliche Ladegeräte verwenden. Bei 1.500 US-Dollar pro privatem Ladegerät, 5.000 US-Dollar für öffentliche Ladegeräte der Stufe 2 und 50.000 US-Dollar für 350-kW-Supercharger ist dies ein Markt von 85 Milliarden US-Dollar bis 2030. Er wird erst nach 2030 wachsen.

Im Vergleich zum Bedarf gibt es in den USA praktisch KEINE Ladeinfrastruktur. Auch nicht, wenn wir das private Tesla-Netz einbeziehen.

Das Grid braucht übrigens auch einige Upgrades. Die gute Nachricht: Eine grüne Wirtschaft braucht Arbeitsplätze, viele davon. Und sie sind besser bezahlte Jobs als Burger-Flipper!

Erwarten Sie nicht, dass Ford, GM, Toyota, Honda usw. tun, was Tesla getan hat. Tesla musste selbst ein riesiges Ladenetz installieren, da es keine Ladeinfrastruktur oder ein Ökosystem gab, nicht einmal einen vereinbarten Standard für Ladestationen. Inzwischen gibt es Ladeunternehmen, die Ladegeräte herstellen, installieren, betreiben, verkaufen, warten und aufgeben. Diese Industrie muss diesen Job machen. Es braucht einige Impulse von den Autoherstellern und etwas Nachschub von den politischen Entscheidungsträgern.

Diese Spieler haben leider ein Henne-Ei-Problem. Sie als „Wo sind die BEVs?“Potenzielle BEV-Käufer fragen: „Wo sind die Ladegeräte?“

Sie brauchen die Ladegeräte, bevor Sie damit rechnen können, dass der Übergang zu BEVs ohne große Frustration und viele gestrandete Fahrer erfolgt. Dafür ist der Tritt in den Hintern da. Geh und mach es.

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