Null-Emissions-Lkw: Industrie & Umweltschützer Fordern Verbindliche Ziele Für Die Infrastruktur
Null-Emissions-Lkw: Industrie & Umweltschützer Fordern Verbindliche Ziele Für Die Infrastruktur

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Anonim

Diese Pressemitteilung ist in Englisch, Italienisch und Polnisch verfügbar.

Lkw-Hersteller und Umweltschützer haben sich zusammengetan, um die Einrichtung von 11.000 Ladepunkten für Elektro-Lkw bis 2025 in der gesamten EU voranzutreiben, die bis 2030 auf 42.000 steigen sollen. European Automobile Manufacturers' Association (ACEA) und Transport & Environment (T&E.)) hat dies letzte Woche in einem gemeinsamen Schreiben an die Europäische Kommission gerichtet.

Angesichts der Tatsache, dass derzeit nahezu keine Lkw-spezifischen Ladestationen in Betrieb sind, sind diese Ziele ambitioniert – aber notwendig, um die Ziele des europäischen Green Deals zu erreichen, so die Verbände.

Zudem sollen bis spätestens 2025 rund 300 für schwere Nutzfahrzeuge geeignete Wasserstofftankstellen ausgerollt werden, bis spätestens 2030 auf rund 1.000 steigen.

Die gemeinsame Anfrage von Industrie und Nichtregierungsorganisationen kommt der erwarteten Überprüfung der europäischen Richtlinie über die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFID) in diesem Jahr voraus.

In ihrem Schreiben fordern ACEA und T&E die Kommission auf, AFID fit für emissionsfreie Lkw und Busse zu machen, mit verbindlichen Zielen für die Infrastruktur in allen EU-Mitgliedstaaten, um einen reibungslosen grenzüberschreitenden Betrieb zu gewährleisten. Dies ist dringend und entscheidend, um professionelle Verkehrsunternehmen zu ermutigen, schnell auf emissionsfreie Fahrzeuge umzustellen.

Elektro- und wasserstoffbetriebene Lkw benötigen aufgrund ihres hohen Strom- und Energiebedarfs sowie des Platz-, Park- und Zufahrtsbedarfs eine spezielle Lade- und Betankungsinfrastruktur. Die Europäische Kommission muss diese spezifischen Bedürfnisse bei der AFID-Überprüfung berücksichtigen und sicherstellen, dass das Aufladen und Auftanken an Lkw-Depots, an Logistikzentren (beim Be- und Entladen), an öffentlichen Standorten in städtischen Gebieten und entlang von Autobahnkorridoren möglich ist.

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Daimler Truck

„Unsere Branche bekennt sich voll und ganz zum Green Deal und damit zum CO2-neutralen Straßengüterverkehr bis spätestens 2050. Dazu investieren wir massiv in CO2-neutrale Lkw“, sagt Martin Daum, ACEA Commercial Vehicle Vorstandsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Daimler Truck AG.

„Unsere Kunden werden jedoch nicht in diese Fahrzeuge investieren, es sei denn, sie können sie problemlos laden und betanken, während sie Waren von einem Land in ein anderes liefern. Die bevorstehende AFID-Überprüfung ist eine einmalige Gelegenheit, um sicherzustellen, dass die Einführung der Infrastruktur und der Einsatz emissionsfreier Fahrzeuge Hand in Hand gehen.“

„Die Zukunft ist elektrisch, auch für Lkw“, sagt William Todts, Executive Director bei Transport & Environment. „Der Übergang zu emissionsfreien Lkw findet statt und es ist an der Zeit, dass die Europäische Kommission aufwacht. Wir müssen in den nächsten vier Jahren 10.000 Lkw-Ladepunkte bauen, in Lkw-Depots, Logistik-Hubs und entlang jeder Autobahn in Europa.“

Das gemeinsame Schreiben von ACEA und T&E an die Europäische Kommission zur Überarbeitung der Infrastrukturrichtlinie für alternative Kraftstoffe finden Sie hier:

www.transportenvironment.org/publications/making-eu-fuel-infrastructure-law-fit-trucks

  • Das Ziel für die Ladeinfrastruktur für Lastkraftwagen umfasst sowohl öffentliches als auch Ziel- oder halböffentliches Laden (z. B. Laden an Logistikzentren, Verteilzentren usw.), schließt jedoch öffentliches Laden über Nacht aus.
  • Batterie-Elektro-Lkw für den Fernverkehr kommen auf langen Strecken nicht immer über Nacht zum Betriebshof zurück. Die überarbeitete AFID sollte Ziele für den Einsatz von öffentlichen Nachtladegeräten mit geringerer Leistung (100 kW) auf Lkw-Parkplätzen entlang der Autobahnen mit mindestens 40.000 öffentlichen Nachtladegeräten im Jahr 2030 festlegen.

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