Japans Orix Beäugt 874 Megawatt Windenergieanlagen In Indien
Japans Orix Beäugt 874 Megawatt Windenergieanlagen In Indien

Video: Japans Orix Beäugt 874 Megawatt Windenergieanlagen In Indien

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Anonim

Das japanische Finanzdienstleistungsunternehmen Orix Corporation plant Berichten zufolge, eine 100-prozentige Beteiligung an einer Windenergieinvestition in Indien zu erwerben.

Orix soll den Erwerb von 51 % der Anteile an IL&FS Wind Energy, einer Tochtergesellschaft der finanziell angeschlagenen IL&FS-Gruppe in Indien, verfolgt haben. Orix hält bereits einen Anteil von 49 % an IL&FS Wind Energy und beabsichtigt Berichten zufolge, sein Recht auszuüben, den verbleibenden Anteil an dem Unternehmen aufzukaufen.

Die mögliche Entscheidung von Orix ist möglicherweise kein echter Indikator für die Sichtweise des Unternehmens auf Indiens erneuerbare Energien oder insbesondere auf den Windenergiesektor. Die meisten, wenn nicht sogar alle IL&FS Wind Energy-Projekte wären in Stromabnahmeverträgen mit staatlichen Stromverteilungsunternehmen im Rahmen der Einspeisevergütung eingebunden. Dies bedeutet, dass die Einnahmen aus diesen Projekten im Vergleich zu den Projekten im Auktionsregime viel höher wären.

Die IL&FS-Gruppe leidet unter enormen finanziellen Belastungen und hat Schulden in Höhe von 540 Millionen US-Dollar nicht eingehalten. Der Konzern ist nun dabei, seine Vermögenswerte zu veräußern, um seine Schulden zu begleichen. Gebote für die 874 Megawatt Windenergieanlagen waren bereits vom Konzern ausgerufen worden.

Ein staatliches Erdgastransport- und -verteilungsunternehmen, GAIL (Indien), hatte Berichten zufolge ein Angebot im Wert von 680 Millionen US-Dollar einschließlich der Schulden des Unternehmens eingereicht. Orix hat nun von seinem Recht Gebrauch gemacht, das höchste Finanzangebot zu erfüllen.

Trotz des jüngsten Anstiegs des Interesses von indischen und ausländischen Investoren an indischen Unternehmen für erneuerbare Energien ist die aktuelle Atmosphäre für diese Unternehmen alles andere als positiv. Große Solar- und Windenergieausschreibungen auf Bundes- und Landesebene werden nacheinander unterzeichnet. Selbst die etablierten und führenden Projektentwickler vermeiden bei diesen Ausschreibungen große Gebote. Die direkte Auswirkung dieses Zögerns zeigt sich bereits in der stark rückläufigen Zubaurate.

Indien hat es 2018-19 geschafft, nur 55 % der angestrebten Kapazität für erneuerbare Energien hinzuzufügen. Gegenüber einem Ziel von 15,6 Gigawatt wurden in den 12 Monaten April 2018 bis März 2019 nur 8,5 Gigawatt Kapazität zugebaut.

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